Apollofalter

Der Apollofalter gehört, mit seinen bis zu knapp 8 cm Flügelspannweite, zu den Ritterfaltern. In Deutschland gibt es nur noch wenige Vorkommen, diese befinden sich in den Bayerischen Alpen, in Franken, an der Mosel und auf der Schwäbischen Alb. Er wird in der Roten Liste als „vom Aussterben bedroht“ geführt.

Lebensraum für den Apollo bieten sonnige, felsige Hänge mit ausreichendem Blütenangebot von Disteln, Flockenblumen und Wildem Majoran.

Die Raupen überwintern im Ei, schlüpfen neun Monate später und benötigen dann als Futterpflanze die Weiße Fetthenne oder auch Weißer Mauerpfeffer genannt. Zwei bis drei Monate ernähren sie sich von der Futterpflanze, dann erfolgt die Verpuppung. Wenige Wochen danach fliegen die ersten Falter.

Die Flugzeit ist von Juni bis August.

2020

Zur diesjährigen Mission Apollo starten wir am 1. Juli.

Vor Ort ist der Ostwind bereits stärker als vorher gesagt. Wir sehen einige Exemplare unten am Hang entlang fliegen. Ein paar wenige kommen in Reichweite unserer Objektive. Der Wind wird immer stärker, keine Chance mehr, wir brechen ab.

Zwei Tage später ein neuer Versuch.

Bis zur Mittagszeit fast kein Wind, aber nur zwei Apollofalter. Da machen wir noch ein paar Aufnahmen von den Schachbrettfaltern.

Schachbrettfalter und Angriff der Ameisen

Aller guten Dinge sind drei. Fünf Tage später schultern wir nochmal den Fotorucksack. Es ist richtig warm heute. Einige Apollofalter sind recht quirlig am sonnenbeschienen Hang zwischen Felsen und Fetthenne unterwegs. Ein ganz anderer Blickwinkel, aber auch interessant.

Schön, dass wir sie wieder sehen durften.

2019

Im Rahmen unserer Flora/Fauna-Fotoexpedition im Ländle waren wir im letzten Jahr erstmalig im Apollofalter-Gebiet.

Bilder davon gibt es hier zu sehen: Flora und Fauna im Mai und Juni 2018

 

Wir möchten diesen schönen Falter unbedingt wiedersehen, und so starten wir auch in diesem Jahr ins Zielgebiet zu einer neuen Mission Apollo.

Es fliegen nicht ganz so viele wie im letzten Jahr. Vielleicht ist die Hauptflugzeit dieses Jahr auch etwas später.

Wir freuen uns aber, diesen wunderschönen Schmetterling wieder fliegen zu sehen und ein paar Aufnahmen machen zu können.

Es fliegt und krabbelt auch sonst noch einiges umher.