Beim Glückswidderchen

Neben dem Apollofalter galt unser Augenmerk in diesem Jahr noch einem weiteren seltenen Schmetterling. Einem Widderchen, genauer gesagt dem Bergkronwicken-Widderchen (Zygaena fausta) oder im Volksmund auch Glückswidderchen genannt.

Dieser Falter gilt als gefährdet und kommt in Baden-Württemberg nur auf der Schwäbischen Alb und im Taubertal vor.

Als Lebensraum benötigt das Widderchen lichte, weitgehend südlich exponierte, felsige Steppenheide-Waldränder mit ausreichend Vorkommen an Berg-Kronwicken, denn ausschließlich von dieser Pflanze kann sich die Raupe ernähren.

Das Vorkommen der Raupenfutterpflanze ist rückläufig.

Auch aufgrund veränderter landwirtschaftlicher Nutzung dieser Landschaftsform, zum Beispiel fehlende Beweidung steiler Hänge, sind regelmäßige Landschaftspflegemaßnahmen erforderlich um einen ausreichenden Bestand an Berg-Kronwicken zu erhalten.

Die bunten Falter, mit ca. 25mm Flügelspannweite, findet man im Hochsommer meist auf rosa und violetten Blüten saugend. Oft sitzen auch mehrere Falter auf einer Blüte.

Die Eier werden auf den Blättern der Berg-Kronwicke abgelegt. Die Raupenzeit beginnt dann ab September und dauert nach der Überwinterung bis Juni.

Es war ein teilweise anstrengendes aber auch sehr entspannendes Erlebnis, ein paar Aufnahmen von diesen schönen Wesen machen zu können.

Mal sehen, vielleicht gelingen uns ja im nächsten Jahr, zur Blütezeit der Berg-Kronwicken, noch ein paar Aufnahmen der Raupen.