Rosalia alpina, der Alpenbock

Ein wunderschöner, sehr seltener, Bewohner der Schwäbischen Alb.

Er steht auf der Roten Liste und gilt als stark gefährdet.

Auf der Alb findet man ihn teilweise entlang des Traufs und im Oberen Donautal. Ansonsten in Deutschland nur noch am Alpenrand.

Sein Lebensraum sind lichte Buchenwälder mit sonnigen Hängen.

Die Larve entwickelt sich über 2-4 Jahre im Buchentotholz. Im Frühjahr findet die Verpuppung statt. Das Schlupfloch wird vorbereitet, und im Sommer beginnt dann die Flugzeit der erwachsenen Käfer.

Bis zu knapp 4 cm groß werden die Käfer, und sind trotz ihrer graublauen bis leuchtend hellblauen Färbung auf der Buchenrinde recht gut getarnt. Besonders auffällig aber, sind die langen Fühler mit den Haarbüscheln. Beim Männchen, das etwas kleiner ist als das Weibchen, sind die Fühler deutlich länger als der Körper.

Die Lebensdauer des Alpenbocks beträgt nur wenige Wochen.

Während dieser Zeit besetzen die Männchen, sie schlüpfen bereits ein paar Tage vor den Weibchen, ihr Revier auf der Rindenoberfläche eines gut besonnten Stammes mit Rindenrissen. Dieser Platz wird dann gegen weitere Männchen verteidigt, anfliegende Weibchen werden versucht zu begatten.

Das begattete Weibchen legt die Eier in Risse und Spalten der abgestorbenen Buchen.

Die Larven können sich dann über die nächsten Jahre entwickeln, bis es wieder an der Zeit ist, im hoffentlich noch vorhandenen Buchenbestand, ein Plätzle zur Fortpflanzung zu finden.