Das Hermelin

Das Hermelin, oder auch Großes Wiesel genannt, gehört zur Familie der Marder.

Hermeline haben einen schlanken, lang gestreckten Körper und kurze Beine. Das Männchen hat eine Körperlänge von ca. 20 bis 30 Zentimeter und wiegt bis zu 350 Gramm, das Weibchen ist etwas kleiner und leichter.

Ihr Lebensraum sind lichte Wälder, Streuobstwiesen, Wiesen und Felder mit Gehölz und Hecken, vorzugsweise in der Nähe von Feuchtbereichen.

Das Hermelin ist Raubtier mit sehr ausgeprägten Sinnesorganen. Hat es eine Beute entdeckt schleicht es sich an, springt das Beutetier an, und tötet es mit einem Biss in den Nacken. Hauptnahrung sind Mäuse, Ratten, und Maulwürfe. Gelegentlich erbeutet es auch Reptilien, Fische und kleinere Vögel.

Zur Tarnung und zur besseren Isolierung wechselt das Hermelin, gegen Ende des Jahres, sein braunes Sommerfell gegen ein weißes Winterfell, nur die Schwanzspitze bleibt schwarz.

Januar 2020

Viel Schnee wäre jetzt um diese Jahreszeit eigentlich die richtige Tarnung für das Hermelin. Klappt aber diesen Winter noch nicht so richtig.

Die Sonne erreicht so langsam die Wiese. Es ist noch früh am Morgen und da hat schon jemand richtig Hunger. Es heißt nicht umsonst „flink wie ein Wiesel“. Genau so schnell wie es aufgetaucht ist verschwindet das Hermelin auch wieder.

Nach einer guten halben Stunde ist es plötzlich wieder da, und gibt jetzt richtig Gas. Fast eine Stunde geht es hin und her mit unglaublicher Geschwindigkeit. Plötzlich ist es weg, ein Schatten auf der Wiese, der Bussard überfliegt das Tal.

Es vergeht fast eine ganze Stunde bis es wieder heraus kommt. Richtig neugierig ist es jetzt und kommt ganz nah heran.

Dann geht es weiter mit der Jagd nach den Mäusen.